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Das 1150 erstmals erwähnte Eisenach zählt zweifellos zu den traditionsreichsten Städten Thüringens.
Es liegt im Nordwesten des Freistaates, am Zusammenfluss von Hörsel und Nessel und unterhalb der berühmten Wartburg.
Hier residierten die Landgrafen von Hessen und Thüringen, fanden der mittelalterliche Sängerkrieg, das Wartburgfest 1817 und 1869 die Gründung der ersten Arbeiterpartei der Welt statt, wirkten Luther, Bach, Telemann und Goethe.
Eisenach gehörte bis 1918 zum Großherzogtum Sachsen-Eisenach und war die dritte deutsche Produktionsstätte für Automobile.
Nach den Dixi-Pkws lief hier die erste Autoproduktion von BMW vom Band.
Nach dem Krieg folgte EMW und der "Wartburg", immer noch das bekannteste Eisenacher Produkt.
Um nach dem verheerenden Krieg, der der Stadt noch in den letzten Kriegsmonaten schwere Bombenangriffe gebracht hatte, die Probleme der Zerstörung und der Wohnungsnot lindern zu können, gründete die Stadt 1945 die "Kommunalen Wirtschaftunternehmen" (KWU).
Doch die verordnete Zentralisierung der Wirtschaft entzog auch der Stadt Eisenach Stück für Stück ihre Entscheidungsfreiheit in wirtschaftlichen Dingen.
1958 ging der Wohnungsbestand an den VEB KWV über der, wie alle volkseigenen Betriebe, zentraler Leitung und Mittelzuweisung unterlag.
Trotz großer Neubauprogramme und vereinzelter Altbausanierung konnte der Bestand oft nur notdürftig unterhalten werden.
Die allgemeine Wende 1989/1990 brachte für die Bürger und die Unternehmen in den neuen Bundesländern erhebliche Veränderungen.
Davon war auch die Wohnungswirtschaft betroffen.
Die DDR hatte ihr großes Ziel, das Wohnungsproblem als soziales Problem zu lösen, ebenfalls verfehlt.
Die fehlenden wirtschaftlichen Kapazitäten und die gesetzlich niedrigen Mieten hatten tiefe Spuren hinterlassen.
Die meisten Gebäude, unabhängig ihrer Besitzverhältnisse, ob kommunal oder privat, befanden sich häufig in einem schlechten Zustand.
Selbst relativ neue Bauten besaßen nur selten einen modernen Wohnkomfort.
Somit war der Wunsch vieler Menschen, welche sich von den neuen gesellschaftlichen Verhältnissen auch bessere Wohnverhältnisse versprachen, nur verständlich.
Um den marktwirtschaftlichen Erfordernissen zu entsprechen, beschloss die Stadtverwaltung im Juni 1991, den ehemaligen VEB Kommunale Wohnungsverwaltung aufzulösen und die neue Städtische Wohnungsgesellschaft Eisenach mbH zu gründen.
Sie übernahm die Aufgaben und einen Gesamtbestand von 12.000 Wohnungen und Gewerbeeinheiten.
Zwar wurden zahlreiche Gebäude an die Alteigentümer zurück übertragen, über 1.000 Wohnungen gemäß dem Altschuldenhilfegesetz bis 1997 verkauft, trotzdem gehört die SWG mit ca. 4000 Wohnungen weiterhin zu den größeren kommunalen Wohnungsunternehmen im Freistaat Thüringen.
Die hauptsächlichen Aufgaben bestehen in der Verwaltung, der Instandhaltung und Sanierung des eigenen Wohnungsbestandes, aber auch der Immobilien anderer Eigentümer, die in uns einen kompetenten Verwalter sehen.
Selbstverständlich können diese umfassenden Aufgaben nur schrittweise erfolgen.
Die SWG verfolgt ein längerfristiges Sanierungskonzept entsprechend der Dringlichkeit und der vorhandenen finanziellen Mittel.
Seit 1991 sanierte die SWG bereits 85 Prozent ihres umfangreichen Wohnungsbestands.
Schon 1992 wurde begonnen, vom Stadtgas auf Erdgas umzustellen und alte Kohleheizungen durch moderne Heizungsanlagen zu ersetzen.
Dadurch konnte die Umwelt spürbar entlastet und die Wohnqualität erheblich verbessert werden.
Die ersten kompletten Sanierungen wurden 1993 in der Stedtfelder Straße begonnen.
Später wurde hier (1999) das Wohnumfeld verbessert, Spielplätze und Ruhezonen geschaffen und Parkplätze angelegt.
Im Jahr 1998 führte die SWG ein gewaltiges Sanierungsprogramm durch.
In gerade zwölf Monaten wurden 1.206 Wohnungen instand gesetzt und modernisiert.
Das erforderte eine intensive Vorbereitung und einen enormen finanziellen Aufwand.
Fast 60 Mio. DM musste die SWG aufbringen, um diesen Kraftakt zu bewältigen.
Weitere interessante Sanierungsmaßnahmen fanden 1999 in der Kasseler Straße und Tiefenbacher Allee statt.
Die Gebäude in der Kasseler Straße gehörten zu ehemaligen Wehrmachtskasernen.
Sie waren einst miteinander verbunden und nach dem letzten Weltkrieg auseinander gesprengt worden, um 72 relativ einfache Wohnungen zu erhalten.
Durch die Folgen der Sprengungen war der Sanierungsaufwand vorher nicht bestimmbar.
Da die sanierten Gebäude am nordwestlichen Ortseingang liegen, wurde gleichzeitig der erste Eindruck, den potentielle Besucher von Eisenach erhalten, erheblich aufgewertet.
Die Wohnhäuser in der Tiefenbacher Allee wurden um 1920 als städtische Kleinwohnungen errichtet.
Sie gehören zu einem damals typischen Gebäudeensemble, dessen Sanierung 1999 weitestgehend abgeschlossen wurde.
Hinzu kamen viele einzelne Objekte, die unter der Federführung der SWG saniert wurde.
Da wären das ehemalige Hotel "Rautenkranz", in welchem sich heute Teile der Stadtverwaltung Eisenach befinden, die Berufsakademie Am Wartenberg 2 (1999) und ihr Erweiterungsbau (2009), die Bebauung der "Tannhäuser Lücke" (2007) und der Neubau des "Schmelzerhofes" (2008).
Dazu zählt ebenfalls das Verwaltungsgebäude der Städtischen Wohnungsgesellschaft mbH am Jakobsplan, das "Bechtholsheimsche Palais".
Hier wurden 1997 unter anderem die Fassade und die Innenbereiche liebevoll rekonstruiert.
Das Innenleben des Gebäudes bestimmen zahlreiche historische Details wie Rundbögen, Verzierungen und Türen.
Waren zuvor nur einzelne Altbauten abgerissen worden, begann ab 2005 die Umsetzung des Stadtentwicklungskonzeptes.
Neun große Plattenbau-Wohngebäude mit über 550 Wohnungen verschwanden bis 2007 allein im Nordviertel.
Wiesen und Bäume laden an deren Stelle nun die Mieter der benachbarten Häuser zum Verweilen ein.
Die verschiedenen Sanierungsmaßnahmen unterstreichen das ständige Bemühen unseres Wohnungsunternehmens, den Eisenacher Bürgern attraktiven und zugleich preiswerten Wohnraum zur Verfügung zu stellen.
Zweifelsohne besitzt die SWG dabei eine enorme soziale Verantwortung.
Dazu gehören eine optimale Mieterbetreuung sowie eine effektive Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung und der einheimischen Wirtschaft.
Mietertreffs und der Kindertreff bieten den Bewohnern unserer Häuser Angebote zur Freizeitgestaltung.
Durch die Auftragsvergabe an ansässige Unternehmen hilft die SWG, Arbeitsplätze in der Region zu erhalten und zu schaffen.
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